Feiern Sie mit uns – Sie sind eingeladen

Freude, Aufbruch, Vision: An vielen Orten zwischen Eider und dänischer Grenze feiern wir, dass seit 500 Jahren ein immer neuer Blick auf unsere Kirche und ihre Botschaft möglich ist. Kunst, Musik, Gottesdienste, Aktionen gehören zu diesem Fest, das ein Jahr lang dauern wird.

Miteinander und auch im Zusammenspiel mit den anderen Konfessionen und Religionen teilen wir unsere Freude, erinnern wir uns, hinterfragen und diskutieren, beten und singen, suchen Gottes Nähe und lassen uns von seiner Zukunft anstecken.

Sie sind herzlich eingeladen!

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Hammerschläge hallen durch Europa

Ein Mönch, eine Hand voll Nägel, ein Hammer und ein Blatt Papier: dieses Bild hat nun bald 500 Jahre in den Köpfen überlebt. Am 31. Oktober 1517 soll der Augustinermönch Martin Luther 95 Streitthesen zu Glaube, Sünde und Ablass an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt haben.

Hammer und Nägel sind wohl eher zur Gattung der Legende zu zählen, aber die Hammerschläge hallten durch Europa. Die Streitthesen sind dank des damals entstandenen Buchdruck-Handwerks nachzulesen. Sie waren Zündfunken für Umbrüche in der Kirche, Kultur und Gesellschaft, in Deutschland, in ganz Europa und bald auch in Nordfriesland.

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Studenten schreiben Reformationsgeschichte

Es dauerte keine fünf Jahre bis der Funke der Reformation auch auf Nordfriesland übersprang. In Husum predigte 1522 ein junger Vikar namens Hermann Tast auf der Kanzel der dortigen St. Marien-Kirche die neuen Erkenntnisse. Als ehemals Wittenberger Student hat er sich in Husum wohl bald mit Luthers Schriften befasst. Prompt erhielt er Kanzelverbot. Doch er verkündete weiter unter einer Linde neben der Kirche und im Privathaus des Bürgers Matthias Knutzen. Ihm zur Seite standen zwei andere Vikare, Theodoricus Pistorius und Franz Hamer.

In etlichen Orten an der Westküste tauchten evangelische Prediger auf, meist junge Männer aus Nordfriesland, begeistert und angesteckt von der neuen Lehre während ihres Theologiestudiums in Wittenberg.

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Fragen, denken, verstehen, handeln

„Hier stehe ich“. Das soll er gesagt haben, der kleine Mönch vor der geballten weltlichen und kirchlichen Macht Europas. Ob er dies nun so wörtlich ausgesprochen hat, ist eher nebensächlich. Der Mönch Martin Luther hat sich zu seiner Sache bekannt, ist mit zitternden Knien gerade gestanden für das, was er geschrieben hat. Dabei war er nicht in erster Linie von seinen Worten überzeugt, sondern er war sich gewiss, zum Wort der Bibel zu stehen.

„Zum Wort stehen. Aufstehen!“, das ist mit dieser Geschichte im Hintergrund ein befreiendes, Jahresthema, auf das sich die Verantwortlichen im Kirchenkreis  geeinigt haben. Andererseits fordert das Jahresthema heraus, Freiheit und Rückgrat zu bewahren in einer Flut von Worten.

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